Kultur der Embryonen im Embryoscope

Auf dem Gebiet der künstlichen Befruchtung gibt es seit Einführung der sogenannten ICSI Methode (Injektion einzelner Spermien in die Eizelle) viele neue und zum Teil auch hilfreiche Methoden, jedoch gab es seit langer Zeit keine so bahnbrechende Entwicklung wie das sogenannte Embryoscope. Ziel des Einsatz dieser, bundesweit bisher in nur 2 Zentren angewandten Technik (Stand Okt. 2011), ist eine deutliche Verbesserung der Schwangerschaftraten im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Therapie. Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung findet eine Kultivierung der Eizellen und Embryonen außerhalb des Körpers statt. In einem Brutschrank (Inkubator) werden Umgebungsbedingungen für die Zellen geschaffen, die eine optimale Entwicklung der Embryonen gewährleisten sollen.Unter bisherigen Bedingungen müssen Embryonen täglich zu bestimmten Zeitpunkten einer Entwicklungskontrolle außerhalb des Brutschrankes unterzogen werden. Diese, wenn auch zeitlich so kurz wie möglich gehaltene, Unterbrechung der Inkubation kann zu ungewünschten Störungen der Kulturbedingungen führen. Zudem erhält man nur eine „Momentaufnahme“ der frühen embryonalen Entwicklung.

Durch den Einsatz des sogenannten Embryoscopes können diese Schwierigkeiten überwunden werden.Bei dieser Neuentwicklung aus Dänemark handelt es sich um einen Brutschrank (Inkubator) mit integriertem Mikroskop und Bilderfassungssystem. Durch diese neue Technik können Embryonen erstmals bei völlig ungestörten und optimalen Kulturbedingungen kontinuierlich beobachtet werden. Der Hauptvorteil des Embryoscopes stellt das integrierte Mikroskop mit angeschlossener Kamera dar. Von der Befruchtungskontrolle bis zum Transfer nimmt die hochwertige Kamera unter kürzester Belichtungszeit (max. 80ms / Aufnahme) in Zeitintervallen von 20 Minuten Bilder jedes einzelnen Embryos auf. Diese Bilder werden in einem Zeitraffervideo zusammengefasst und liefern wertvolle Informationen zur objektiven Auswahl entwicklungsfähiger Embryonen. Die angeschlossene Analysesoftware erlaubt einen Direktvergleich der Zellen an hand von sogenannten Diagnosetabellen. Die einzelnen Embryonen werden hier in ihren Entwicklungsschritten dargestellt und verglichen. Die Beurteilung der Embryonen mittels „Momentaufnahmen“ gehört somit der Vergangenheit an. Durch die kontinuierliche Dokumentation der Embryonalentwicklung erhalten wir wichtige Informationen über die Konstitution eines Embryos und seiner Implantationsfähigkeit.Prognostische Parameter für die Embryonalentwicklung und Implantationsfähigkeit sind z. B.:

  • Zeitpunkt des Erscheinens und Verschmelzens der Vorkerne
  • Zeitpunkt der ersten Zellteilung
  • Auftreten ungleicher Blastomeren im 2-Zellstadium
  • Auftreten und Verweildauer des 3-Zellstadium als Marker für Teilungssynchronität
  • Multinukleation im Zweizellstadium als Marker für mögliche genetische Aberrationen

Während dieser vielfältigen und aussagekräftigen Analyse, bleibt der Embryo völlig ungestört.Beides, die kontinuierliche Entwicklungsanalyse und die ungestörte Kultur des Embryos führen zu einem optimalen Behandlungsergebnis.

Literatur:

  • Messeguer, et al. (2011): “The use of morphokinetics as a predictoer of embryo implantation“  – Hum. Reprod., Vol 10, Issue 26 (2658)
  • Montag, et al. (2011): “Which morphological scoring system is relevant in human embryo development?” – Placenta, Vol. 32, Suppl. 3 (S252)
  • Cruz, et al. (2011): “Embryo quality, blastocyst and ongoing pregnancy rates in oocyte donation patients whose embryos were monitored by time-lapse imaging” – J. Assist. Reprod. Genet., Vol 10, 1007 (10815)

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Unter folgendem Link zu YouTube finden Sie ein Beispiel eines Embryoscope-Videos:

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Externer Link Nr.01 : http://www.youtube.com/watch?v=zoRAibkrLLA

 

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